Unglaublich, wie schnell dieses Jahr vorübergezogen ist, schon Weihnachten und dabei will bei plus 6 Grad irgendwie gar keine Feierstimmung aufkommen. Aber natürlich wird heute Abend hinter dem Haus eine der kleinen Fichten gefällt, ins Haus gebracht und mit dem wundervollen uralten Christbaumschmuck verziert, natürlich bekommen alle Pferde ihre Extra-Leckereien und auch die beiden Hunde Moritzine und Hundu dürfen sich auf ganz besondere Kauknochen freuen. Auch die drei Kater und die drei Ziegen feiern Weihnachten mit. Und bei den Hühnern herrscht schon seit Tagen festliches Treiben: dicke Kohlköpfe und ein neuer Pickstein werden begeistert zerkleinert.
Allen Lesern, allen Freunden wünsche ich wunderschöne, besinnliche Festtage. Tage, die uns wieder vor Augen halten, wie gut wir es haben, welch ein Schatz im Leben ein Dach über dem Kopf, genug zu essen, zu trinken und auch noch eine Decke zum Einkuscheln sein können. Ich wünsche uns allen mehr Zufriedenheit mit uns selbst und mit unserem Leben. Ich wünsche uns vor allem angesichts so mancher Gäste in diesem Jahr mehr Verständnis und mehr Freundlichkeit. Mit unseren Ansprüchen, die wir nur noch an andere zu stellen bereit sind, nicht mehr aber an uns selbst nehmen wir uns einen ganz wichtigen Teil des Lebens weg: die Neugierde. Und ohne diese fehlt uns die Lust am Erleben, am Ausprobieren, am Hinsehen.
Uns allen wünsche ich also ein Weihnachtsfest voller Neugierde, voller Eindrücke, voller Interesse an allem und allen, was uns umgibt.
In diesem Jahr habe ich dank der Probleme mit meiner rechten Hand fast ein halbes Jahr vieles im wahrsten Sinne des Wortes "mit links" gestemmt. Obwohl ich deutlich eingeschränkt war, wurden 4 neue Unterstände gebaut, die nicht nur heller, höher und schöner sind, sondern auch meine Arbeit deutlich erleichtern.
Dienstag, 24. Dezember 2019
Samstag, 16. November 2019
November-Grau
Über das Wetter kann man sich herrlich aufregen und wenn ich mit diesem Thema den heutigen Eintrag beginne, dann auch mit einer kleinen Geschichte aus Berlin. Hier in Estland hatte sich der Winter noch nicht verabschiedet, es goß in Strömen, ein eisiger Wind pustete mich kräftig durch. Schon beim Landeanflug auf Berlin war ich bester Stimmung, ich blinzelte in den strahlenden Sonnenschein, es war herrlich warm, eindeutig gefiel es dem Frühling hier besser. Kaum in der S-Bahn am Fensterplatz, Blick auf die Sonne, ließ sich die Stimme eines älteren Herrn vernehmen "... dett is aber auch gleich wieder zu warm, wa?!"
Für stimmungsvolle Bilder vom Hof ist der Herbst mit seinen hier im Norden sehr kurzen Tagen und dem dunklen Novembergrau wirklich etwas schwierig, meine Kamera weigert sich, bei dem Wetter mitzuspielen und so müssen wir heute fast ohne Bilder auskommen.
Die Trockenzeit hatte abrupt ein Ende und vorübergehend wünschte ich mir ein U-Boot, um zu den Pferden zu gelangen, aber immerhin stieg der Wasserstand im Brunnen wieder. Ich scheine für das Stemmen der 50 Liter-Fässer nicht die richtige Statur zu haben und war froh, daß das Schleppen nun ein Ende hatte.
Trotzdem holten mich die Naturgewalten ein, mit fast 100 Stundenkilometern brauste eine ganze Nacht lang ein Sturm über Südestland hin, es gab Tausende Stromausfälle, Bäume fielen auf die Straßen und so manches Dach flog weg. Hier auf dem Hof die Eimer wegräumen, den Hof nach möglichen Flugobjekten absuchen, Türen verankern - das ist so weit draußen auf dem flachen Land im Herbst ohnehin Routine. Die Hühner bekamen Hausarrest. Auch wenn ich mich mitunter beim Gehen etwas angeschoben fühlte, kam ich mit dem Sturm ganz gut klar. Plötzlich ein Rauschen, Wischen, ein dumpfer Aufprall. Das Schlimmste ahnend packte ich Kopflampe und Mütze und rannte in die einbrechende Dämmerung. Trotz eisigen Sturms nahm ich mir die Zeit nicht für eine Jacke und wurde zum Glück schnell fündig: direkt hinter den Kükenhäusern war eine alte Fichte umgestürzt, zentimetergenau hinter die kleinen Ausläufe, tatsächlich ohne etwas zu beschädigen. Und das sollte am Ende der einzige Sturmschaden bleiben, auch ein Stromausfall blieb mir erspart.
Mit dem Sturm waren mildere Temperaturen eingezogen, der Regen hörte auf, endlich konnten meine Bauarbeiter wieder Hand anlegen und schon brachen sie Luzifers und Sibirias Unterstände ab. Ein seltsames Gefühl, anstelle der 20 Jahre lang gewohnten Unterstände plötzlich freie Sicht zu haben...
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| Abbruch von Luzifers Unterstand |
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| Luzifer beim Probewohnen |
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| Caius in Adventsstimmung |
Wenn ich nun tatsächlich eine Zwangspause einlegen muß, möchte ich meinen Lesern, allen Freunden von Hargo Talu und den Alt-Tori Pferden eine wunderschöne Vor-Adventszeit wünschen.
Sonntag, 20. Oktober 2019
Schreibverbot! Das fehlte grade noch...
Endlich wieder ein paar Zeilen vom kleinen Höfchen mitten im Wald in Estland - ich widersetze mich dem ärztlich verhängten Schreibverbot wegen einer Nervengeschichte, die meiner rechten Hand schmerzhaft zu schaffen macht, schließlich will ich nicht, daß meine Leser sich Sorgen machen und natürlich gibt es einiges an Neuigkeiten!
Abschied von einer Ikone...
Mein halbes Leben hat sie mich begleitet, sie war immer präsent, immer problematisch und sie hat mir viel beibringen können. Helbe. Im Herbst 1994 als verhungerndes, spilleriges Fohlen gekauft, schon damals mit einem legendären Dickschädel ausgestattet, wurde sie zu meiner eigensinnigen Begleiterin über immerhin 25 Jahre. Ihre enorme Eigenständigkeit und ihr beharrlicher Eigensinn forderten immer meinen Respekt. Unvergessen, als sie ein Fohlen zur Welt gebracht hatte, mir das kleine Tierchen zustupste und auf die Koppel zum Grasen trabte - "du wolltest ein Fohlen, jetzt hast du eins". Unvergessen die Nacht, als sie hinter dem Schlafzimmerfenster stand mit dem nächsten Fohlen, woher auch immer sie wußte, wo sie mich finden würde?
Helbe war von einer unbeschreiblichen Präsenz, zu ihr ging ich, wenn etwas passiert war, bei ihr konnte ich mich anlehnen. Und dann war sie ganz sanft und einfach für mich da. 25 Jahre hatten wir zusammen, mein halbes Leben, sie war für den Hof wie eine Institution, sie gehörte dazu. Jetzt wird sie vom Pferdehimmel ihr kritisches Auge über mir halten und für mich da sein, wenn ich sie brauche...
Gleich darauf, als dürfe ich nicht zur Ruhe kommen, stand ich am Verkaufsstand für meine kleine Firma HobuLove auf dem ersten richtig großen Open-Air Turnier in der Ostseestadt Pärnu bei unbeschreiblich wunderbarem Wetter. Immer wieder blies der Wind herrliche Meerluft heran und mit meinen zwei gutgelaunten Helfern war es wie ein kleiner Urlaub am Meer. Darüberhinaus trugen gutgelaunte Kunden, ein hervorragend organisiertes Turnier und eine tolle Helferin auf dem Hof zur Ferienstimmung bei.
Noch immer aber war die Hand nach dem Bruch nicht ganz so einsatzfähig, wie ich mir das gewünscht hätte und noch immer hatte ich Schmerzen, aber das Leben auf dem Hof forderte mich und bei herrlichem Wetter gingen mir die Routine-Arbeiten doch immer leichter von der Hand, ich brachte bei herrlichem Herbstsonnenschein das Brennholz in die Scheune, reparierte die Elektrozäune, versorgte zwischendurch die gerade geschlüpften Nachzügler-Küken und begrüßte den wieder auf dem Hof erschienenen Kater Sultan, der den ganzen Sommer woanders verbracht hatte.
Mein Vater plante, etwa Mitte September zu kommen, ihn hatte ich eindringlich vorgewarnt - Fohlenwache stand an, ausgerechnet bei der noch immer mißtrauischen und mitunter unberechenbaren Stute Uteha aus der Ukraine. Sie war die Tage ihrer Trächtigkeit noch scheuer geworden, noch weniger gewillt, sich berühren zu lassen, trotzdem kontrollierte ich gut zuredend ihr Euter, was sie sich erstaunlicherweise gefallen ließ. Am Halfter konnte ich sie nicht mehr greifen. Und als ich eines Abends entschied, wegen der bald anstehenden Geburt das Gatter zur großen Koppel zu schließen, schien sie das geahnt zu haben: sie lief vor mir weg und das Gatter blieb offen. Ich wußte, daß es nun nicht mehr lange dauern würde, nun standen die Nachtwachen an. Aber nur eine Stunde hielt es mich im Haus, dann packte ich mich warm ein, setzte die alte russische Fliegermütze auf, schnappte die Kopflampe und suchte in der stockfinsteren Nacht nach Uteha. In der tatsächlich hintersten Ecke der Koppel fand ich sie und neben ihr stakste ein ungelenkes sahnetortenfarbenes Hengstfohlen geradeswegs durch den Elektrozaun.
Sofort telefonierte ich nach Hilfe und zum Glück hatte ich einen Pferdebesitzer vorgewarnt, er war schneller da als erwartet. Das gar nicht kleine Fohlen hatte längst das Euter gefunden und schon mehrfach getrunken, aber da die Nachgeburt nicht ausgetrieben wurde, rief ich den Tierarzt. Mir war klar, daß für alle weiteren Maßnahmen Uteha und Sohn in den weit entfernten Unterstand gebracht werden mußten, was bei der uns abwehrenden Stute praktisch unmöglich erschien. Es wurde immer kälter, langsam glitzerten die Gräser um uns herum, der erste Nachtfrost. Zum Glück beeilte sich der Tierarzt und er wußte ganz genau, wie man eine mißtrauische Stute mit ihrem wackligen Fohlen manövrieren konnte und im Unterstand angekommen waren die Nachgeburtprobleme schnell behoben, nun war erst einmal alles überstanden. Ich bedankte mich erschöpft bei den helfenden Händen und dem nachts erschienenen Tierarzt - nun erst spürte ich meine eiskalten Füße und ebenso klammen Finger. Kaum im Haus schnappte ich mir die Wärmflasche und kochte heißen Kräutertee. Es war 4 Uhr morgens und nun erst einmal ab ins Bett...
Mein Vater hatte also Glück und mußte sich die erstaunlich kalten Nächte nicht um die Ohren schlagen, er war für wenige Tage gekommen, um die Beleuchtung der beiden neuen Unterstände zu installieren - wobei er sich immer wieder begeistert von diesem kleinen Fohlen ablenken ließ. Kein Wunder: der erst wenige Tage zählende Kleine flog geradezu in gestrecktem Galopp über die Koppel. Mir selbst gefiel dieses kleine isabellfarbene "Barbiepferd" erst einmal gar nicht. Und da die Mutter den Kleinen abschirmte, war auch nicht an ihn heranzukommen. Aber Fohlen... die wissen das ja alles nicht... die sind einfach nur da und irgendwann fangen sie an, die Welt zu erkunden, sehen sich alles genauer an - und als eines Tages der Kleine seine Nase nach mir ausstreckte und mich mit seinen Tasthaaren im Gesicht kitzelte, war es doch um mich geschehen! Inzwischen hat er auch seinen Namen erhalten: Hamlet -uw-
Kaum war mein Vater abgereist, hatte ich keine Ausrede mehr: die Tallinn International Horse Show stand vor der Tür und ich hatte genau 8 Tage Vorbereitungszeit für die beiden Stände auf der größten Pferdeveranstaltung Estlands. Ich zeichnete, maß die Flächen aus, zählte Ware, packte, stapelte, organisierte. Schließlich war es vollbracht: der Stand des Alt-Tori Zuchtverbands mit der begehrten Verlosung war aufgebaut und auch hier standen wieder motivierte, ehrenamtliche Helfer zur Seite. Und gleich daneben besuchten mich die besten Reiter Estlands an meinem Stand von Hobulove, wo ich nicht nur unglaubliche Mengen an Pferdeleckerli verkaufte, sondern auch HAAS-Bürsten, unzählige Halfter, Stricke, Longen...
Genau auf dieser Veranstaltung schaffte ich es offenbar, meine noch nicht so ganz regenerierte rechte Hand falsch zu belasten. Immer wieder stechende Schmerzen und abwechselnd taube und kribbelnde Finger zeigten sehr deutlich, daß ich kürzertreten müßte. Nun trage ich zeitweise die von der Neurologin verordnete Schiene, die tatsächlich schon Wirkung zu zeigen scheint und hoffe, daß eine Operation umgangen werden kann...Und halte mich ab jetzt wieder an die verordnete Computerpause.
Abschied von einer Ikone...
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| Helbe im Winter 1996 |
Mein halbes Leben hat sie mich begleitet, sie war immer präsent, immer problematisch und sie hat mir viel beibringen können. Helbe. Im Herbst 1994 als verhungerndes, spilleriges Fohlen gekauft, schon damals mit einem legendären Dickschädel ausgestattet, wurde sie zu meiner eigensinnigen Begleiterin über immerhin 25 Jahre. Ihre enorme Eigenständigkeit und ihr beharrlicher Eigensinn forderten immer meinen Respekt. Unvergessen, als sie ein Fohlen zur Welt gebracht hatte, mir das kleine Tierchen zustupste und auf die Koppel zum Grasen trabte - "du wolltest ein Fohlen, jetzt hast du eins". Unvergessen die Nacht, als sie hinter dem Schlafzimmerfenster stand mit dem nächsten Fohlen, woher auch immer sie wußte, wo sie mich finden würde?Helbe war von einer unbeschreiblichen Präsenz, zu ihr ging ich, wenn etwas passiert war, bei ihr konnte ich mich anlehnen. Und dann war sie ganz sanft und einfach für mich da. 25 Jahre hatten wir zusammen, mein halbes Leben, sie war für den Hof wie eine Institution, sie gehörte dazu. Jetzt wird sie vom Pferdehimmel ihr kritisches Auge über mir halten und für mich da sein, wenn ich sie brauche...
Gleich darauf, als dürfe ich nicht zur Ruhe kommen, stand ich am Verkaufsstand für meine kleine Firma HobuLove auf dem ersten richtig großen Open-Air Turnier in der Ostseestadt Pärnu bei unbeschreiblich wunderbarem Wetter. Immer wieder blies der Wind herrliche Meerluft heran und mit meinen zwei gutgelaunten Helfern war es wie ein kleiner Urlaub am Meer. Darüberhinaus trugen gutgelaunte Kunden, ein hervorragend organisiertes Turnier und eine tolle Helferin auf dem Hof zur Ferienstimmung bei.
| Pärnu Classic im August 2019 |
Noch immer aber war die Hand nach dem Bruch nicht ganz so einsatzfähig, wie ich mir das gewünscht hätte und noch immer hatte ich Schmerzen, aber das Leben auf dem Hof forderte mich und bei herrlichem Wetter gingen mir die Routine-Arbeiten doch immer leichter von der Hand, ich brachte bei herrlichem Herbstsonnenschein das Brennholz in die Scheune, reparierte die Elektrozäune, versorgte zwischendurch die gerade geschlüpften Nachzügler-Küken und begrüßte den wieder auf dem Hof erschienenen Kater Sultan, der den ganzen Sommer woanders verbracht hatte.
Mein Vater plante, etwa Mitte September zu kommen, ihn hatte ich eindringlich vorgewarnt - Fohlenwache stand an, ausgerechnet bei der noch immer mißtrauischen und mitunter unberechenbaren Stute Uteha aus der Ukraine. Sie war die Tage ihrer Trächtigkeit noch scheuer geworden, noch weniger gewillt, sich berühren zu lassen, trotzdem kontrollierte ich gut zuredend ihr Euter, was sie sich erstaunlicherweise gefallen ließ. Am Halfter konnte ich sie nicht mehr greifen. Und als ich eines Abends entschied, wegen der bald anstehenden Geburt das Gatter zur großen Koppel zu schließen, schien sie das geahnt zu haben: sie lief vor mir weg und das Gatter blieb offen. Ich wußte, daß es nun nicht mehr lange dauern würde, nun standen die Nachtwachen an. Aber nur eine Stunde hielt es mich im Haus, dann packte ich mich warm ein, setzte die alte russische Fliegermütze auf, schnappte die Kopflampe und suchte in der stockfinsteren Nacht nach Uteha. In der tatsächlich hintersten Ecke der Koppel fand ich sie und neben ihr stakste ein ungelenkes sahnetortenfarbenes Hengstfohlen geradeswegs durch den Elektrozaun.
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| erst 12 Stunden alt! |
Mein Vater hatte also Glück und mußte sich die erstaunlich kalten Nächte nicht um die Ohren schlagen, er war für wenige Tage gekommen, um die Beleuchtung der beiden neuen Unterstände zu installieren - wobei er sich immer wieder begeistert von diesem kleinen Fohlen ablenken ließ. Kein Wunder: der erst wenige Tage zählende Kleine flog geradezu in gestrecktem Galopp über die Koppel. Mir selbst gefiel dieses kleine isabellfarbene "Barbiepferd" erst einmal gar nicht. Und da die Mutter den Kleinen abschirmte, war auch nicht an ihn heranzukommen. Aber Fohlen... die wissen das ja alles nicht... die sind einfach nur da und irgendwann fangen sie an, die Welt zu erkunden, sehen sich alles genauer an - und als eines Tages der Kleine seine Nase nach mir ausstreckte und mich mit seinen Tasthaaren im Gesicht kitzelte, war es doch um mich geschehen! Inzwischen hat er auch seinen Namen erhalten: Hamlet -uw-
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| Uteha und Hamlet im Oktober 2019 |
Kaum war mein Vater abgereist, hatte ich keine Ausrede mehr: die Tallinn International Horse Show stand vor der Tür und ich hatte genau 8 Tage Vorbereitungszeit für die beiden Stände auf der größten Pferdeveranstaltung Estlands. Ich zeichnete, maß die Flächen aus, zählte Ware, packte, stapelte, organisierte. Schließlich war es vollbracht: der Stand des Alt-Tori Zuchtverbands mit der begehrten Verlosung war aufgebaut und auch hier standen wieder motivierte, ehrenamtliche Helfer zur Seite. Und gleich daneben besuchten mich die besten Reiter Estlands an meinem Stand von Hobulove, wo ich nicht nur unglaubliche Mengen an Pferdeleckerli verkaufte, sondern auch HAAS-Bürsten, unzählige Halfter, Stricke, Longen...
Genau auf dieser Veranstaltung schaffte ich es offenbar, meine noch nicht so ganz regenerierte rechte Hand falsch zu belasten. Immer wieder stechende Schmerzen und abwechselnd taube und kribbelnde Finger zeigten sehr deutlich, daß ich kürzertreten müßte. Nun trage ich zeitweise die von der Neurologin verordnete Schiene, die tatsächlich schon Wirkung zu zeigen scheint und hoffe, daß eine Operation umgangen werden kann...Und halte mich ab jetzt wieder an die verordnete Computerpause.
Sonntag, 11. August 2019
Endlich wieder da!
Wenn es eines nicht wird auf meinem kleinen Hof Hargo Talu, dann langweilig. Und ich versuche einmal, der Reihe nach zu erzählen - ganz so viele Bilder habe ich dieses Mal allerdings nicht, noch gibt es da kleine Probleme. Aber wie versprochen: der Reihe nach.
Schon am 12. Juni sollte die letzte Nachtwache stattfinden, endlich war es da, ein kleines, sehr zierliches kastanienbraunes Fohlen mit einem Blick, der Steine erweichen könnte. Was für ein goldiger kleiner Kerl. Mitunter etwas unbeholfen sortierte er die offenbar zu langen Hinterbeine, die schafften es manchmal nicht so recht, dem neugierigen Näschen hinterherzulaufen. Da war die Kuscheldecke, die ins Mäulchen gesteckt werden mußte, dann konnte man herrlich eine Schaufel von der Schubkarre stupsen und alles inspizieren, auch Mamas Futterkrippe wurde immer wieder gründlich untersucht. Damit hat Hargo Talu einen richtigen kleinen Thronfolger bekommen, der inzwischen die ganze Stutenherde für sich eingenommen hat und immer wieder eine andere "Mami" rekrutiert, die auf ihn aufpassen muß. Hassan(chen) ist wirklich ein kleiner Herzensbrecher, nicht nur für uns Menschen...
Nun endlich nahm auch Gestalt an, was ich hier im Blog erfolgreich verheimlicht habe und was "nur" ein Anfang sein soll: vor zwei Jahren hatte es im frühen Herbst praktisch 2 Monate ununterbrochen geregnet. Mein Galgenhumor, mir ein U-Boot bestellen zu wollen, weil ich die Pferde sonst nicht mehr füttern könne, wurde mir mit der Zeit selbst bitter. Es waren trübe, regenverschleierte Tage, die Felder konnten diese Wassermassen nicht mehr aufnehmen und bis in den Frühling sollte ein riesiger See mitten in einer Koppel an diese Wasserkatastrophe erinnern, wo schließlich sogar eines Morgens zwei Singschwäne herumpaddelten, begleitet von seltenen Wasservögeln wie Flußstrandläufern, Wildenten und dem großen Brachvogel... diese Wetterlage hatte schließlich schwerwiegende Folgen. Fast alle Unterstände begannen abzusinken, teilweise konnte ich die Türen nicht mehr öffnen, die Dächer verzogen sich. Natürlich wäre an Reparatur zu denken gewesen, die Dächer könnte man ja auch anheben, aber mir war klar, daß mich immerwährende Baustellen erwartet hätten.
Ab 20. Mai ging es los. Meine Ideen und Sonderwünsche wurden durchgesprochen, schweigen wir über die Kosten, damit wird der Ersatz meines über 20jährigen Geländewagens erst einmal in weite Fernen gerückt und auch so manche andere dringende Anschaffung zum unerfüllbaren Traum. Aber was sein muß, muß eben sein. Und so wurden die am meisten eingesunkenen zwei Unterstände abgerissen.
Immer wieder stockte die Arbeit, wurde Material nicht geliefert, machte uns allen die ungewöhnliche Hitze zu schaffen - und doch: Ende Juni waren beide Unterstände fertig, höher als die früheren Gebäude, die Dachträufe nun zur Seite (was sich beim nächsten Gewitter als richtige Entscheidung erweisen sollte), mit ordentlichem Fundament und verdichtetem Kiesbett unter den Böden. Als ich sie gestrichen hatte und erste Fotos machte, war ich selbst völlig hingerissen, auch wenn Beleuchtung und Haken für meine Gerätschaften noch fehlen. Natürlich träume ich davon, die nächsten beiden Unterstände in Angriff zu nehmen...

Anfang Juli kam Eva (die drei richtig guten Bilder in diesem Blog sind von ihr) und griff mit zu. Kaum hier, war sie schon mehr oder weniger eingearbeitet und so konnten wir nach wenigen Tagen Leni mit der kleinen Veruschka zur Pferdeklinik bringen - wieder sollte sie besamt werden. Während die kleine Veruschka alle begeisterte, benahm sich Leni dieses Mal in der Klinik ziemlich unmöglich, also waren dort alle froh, als sie schon nach wenigen Tagen wieder heimgeschickt werden konnte. Und da passierte es... das Halfter riß, das Seil mit dem Karabiner schoß auf mich zu und... knallte auf meine rechte Hand. Wie sehr ich blutete, merkte ich erst, als ich Leni eingefangen und angebunden hatte und das Fohlen wieder zu ihr manövriert - und nicht etwa am Schmerz, sondern an den entgeisterten Blicken von Eva. Ab zum Wasserhahn, Blutung mit kaltem Wasser gestoppt, Pflaster drauf und fertig. Leni war auf einmal kooperativ, ging innerhalb weniger Minuten auf den Hänger und wir fuhren nach Hause.
Dort wartete schon der LKW mit den üblichen 38 Rollen Heu, die ich mit dem Traktor abzuladen hatte. Schmerzmittel und ran an die Arbeit. Allerdings... am nächsten Morgen war die Hand dann so blau, daß ich mich nicht mehr belügen und mit Durchhalteparolen trösten konnte. Ab zur Klinik und das Röntgenbild war dann so eindeutig, daß mir das Ausmaß der Katastrophe klar wurde - der vom Karabiner zerschmetterte Knochen würde einen Gips brauchen. Und zwar, wie mir versichert wurde, mindestens 4 Wochen. Unter den Elektrozäunen war nicht gemäht worden, die neuen Zaunpfosten standen immer noch unberührt herum, ich konnte selbst mit eisernem Willen vieles einfach nicht mehr selbst machen. Eva band mir die Schuhe und tröstete nach Kräften. 4 Wochen...
Ganz ehrlich: ohne Eva und ihre Zuversicht und vor allem ihr beherztes Anpacken wäre dieser Zwischenfall wirklich zur Katastrophe geworden. Dann kam auch noch mein Lebensgefährte und so konnte ich immerhin einen Teil der Zeit mit tatkräftiger Hilfe überbrücken. Aber dann... 9 Tage allein auf dem Hof. Ich konnte nicht abspülen, das Umrühren des Hühnerfutters war kaum zu koordinieren, vieles blieb für mich einfach ein unlösbares Problem, so sehr ich auch improvisierte.
Irgendwie schaffte ich es dann doch und seit 3 Tagen ist der Gips ab - was natürlich nicht bedeutet, daß ich sofort mit der Motorsense losziehen könnte. Im Gegenteil. Die Finger fühlen sich an wie Fremdkörper, sind steif und schmerzhaft, ich habe wenig Kraft in der rechten Hand. Manche Arbeiten werden also noch warten müssen, bei anderen brauche ich Hilfe. Aber so ungeduldig ich sein mag: es geht weiter!
Schon am 12. Juni sollte die letzte Nachtwache stattfinden, endlich war es da, ein kleines, sehr zierliches kastanienbraunes Fohlen mit einem Blick, der Steine erweichen könnte. Was für ein goldiger kleiner Kerl. Mitunter etwas unbeholfen sortierte er die offenbar zu langen Hinterbeine, die schafften es manchmal nicht so recht, dem neugierigen Näschen hinterherzulaufen. Da war die Kuscheldecke, die ins Mäulchen gesteckt werden mußte, dann konnte man herrlich eine Schaufel von der Schubkarre stupsen und alles inspizieren, auch Mamas Futterkrippe wurde immer wieder gründlich untersucht. Damit hat Hargo Talu einen richtigen kleinen Thronfolger bekommen, der inzwischen die ganze Stutenherde für sich eingenommen hat und immer wieder eine andere "Mami" rekrutiert, die auf ihn aufpassen muß. Hassan(chen) ist wirklich ein kleiner Herzensbrecher, nicht nur für uns Menschen...
Nun endlich nahm auch Gestalt an, was ich hier im Blog erfolgreich verheimlicht habe und was "nur" ein Anfang sein soll: vor zwei Jahren hatte es im frühen Herbst praktisch 2 Monate ununterbrochen geregnet. Mein Galgenhumor, mir ein U-Boot bestellen zu wollen, weil ich die Pferde sonst nicht mehr füttern könne, wurde mir mit der Zeit selbst bitter. Es waren trübe, regenverschleierte Tage, die Felder konnten diese Wassermassen nicht mehr aufnehmen und bis in den Frühling sollte ein riesiger See mitten in einer Koppel an diese Wasserkatastrophe erinnern, wo schließlich sogar eines Morgens zwei Singschwäne herumpaddelten, begleitet von seltenen Wasservögeln wie Flußstrandläufern, Wildenten und dem großen Brachvogel... diese Wetterlage hatte schließlich schwerwiegende Folgen. Fast alle Unterstände begannen abzusinken, teilweise konnte ich die Türen nicht mehr öffnen, die Dächer verzogen sich. Natürlich wäre an Reparatur zu denken gewesen, die Dächer könnte man ja auch anheben, aber mir war klar, daß mich immerwährende Baustellen erwartet hätten.
Ab 20. Mai ging es los. Meine Ideen und Sonderwünsche wurden durchgesprochen, schweigen wir über die Kosten, damit wird der Ersatz meines über 20jährigen Geländewagens erst einmal in weite Fernen gerückt und auch so manche andere dringende Anschaffung zum unerfüllbaren Traum. Aber was sein muß, muß eben sein. Und so wurden die am meisten eingesunkenen zwei Unterstände abgerissen.
Immer wieder stockte die Arbeit, wurde Material nicht geliefert, machte uns allen die ungewöhnliche Hitze zu schaffen - und doch: Ende Juni waren beide Unterstände fertig, höher als die früheren Gebäude, die Dachträufe nun zur Seite (was sich beim nächsten Gewitter als richtige Entscheidung erweisen sollte), mit ordentlichem Fundament und verdichtetem Kiesbett unter den Böden. Als ich sie gestrichen hatte und erste Fotos machte, war ich selbst völlig hingerissen, auch wenn Beleuchtung und Haken für meine Gerätschaften noch fehlen. Natürlich träume ich davon, die nächsten beiden Unterstände in Angriff zu nehmen...
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| Veruschka wird von Lesja begeistert begrüßt |
Dort wartete schon der LKW mit den üblichen 38 Rollen Heu, die ich mit dem Traktor abzuladen hatte. Schmerzmittel und ran an die Arbeit. Allerdings... am nächsten Morgen war die Hand dann so blau, daß ich mich nicht mehr belügen und mit Durchhalteparolen trösten konnte. Ab zur Klinik und das Röntgenbild war dann so eindeutig, daß mir das Ausmaß der Katastrophe klar wurde - der vom Karabiner zerschmetterte Knochen würde einen Gips brauchen. Und zwar, wie mir versichert wurde, mindestens 4 Wochen. Unter den Elektrozäunen war nicht gemäht worden, die neuen Zaunpfosten standen immer noch unberührt herum, ich konnte selbst mit eisernem Willen vieles einfach nicht mehr selbst machen. Eva band mir die Schuhe und tröstete nach Kräften. 4 Wochen...
Ganz ehrlich: ohne Eva und ihre Zuversicht und vor allem ihr beherztes Anpacken wäre dieser Zwischenfall wirklich zur Katastrophe geworden. Dann kam auch noch mein Lebensgefährte und so konnte ich immerhin einen Teil der Zeit mit tatkräftiger Hilfe überbrücken. Aber dann... 9 Tage allein auf dem Hof. Ich konnte nicht abspülen, das Umrühren des Hühnerfutters war kaum zu koordinieren, vieles blieb für mich einfach ein unlösbares Problem, so sehr ich auch improvisierte.
Irgendwie schaffte ich es dann doch und seit 3 Tagen ist der Gips ab - was natürlich nicht bedeutet, daß ich sofort mit der Motorsense losziehen könnte. Im Gegenteil. Die Finger fühlen sich an wie Fremdkörper, sind steif und schmerzhaft, ich habe wenig Kraft in der rechten Hand. Manche Arbeiten werden also noch warten müssen, bei anderen brauche ich Hilfe. Aber so ungeduldig ich sein mag: es geht weiter!
Montag, 17. Juni 2019
Durchwachte Nächte und neue Hofbewohner
Der Unfall konnte mich wie erwartet kaum von meinen vielen Arbeiten und Verantwortlichkeiten abhalten und kaum war das Schlimmste überstanden, hatte ich wieder alles im Griff. Erstaunlich schnell war ich wieder gut zu Fuß und die Hofbewohner wurden natürlich alle bestens versorgt und verpflegt.
Nun stand die Jahreshauptversammlung des Alt-Tori Zuchtverbands an und als erste Vorsitzende hatte ich den Termin sorgfältig vorbereitet. Für mich als Gründerin des Zuchtbuchs und Leiterin des immerhin EU-anerkannten Zuchtverbands eine sehr wichtige Aufgabe, zeigt sie doch, wie gut sich unser Pferdebestand entwickelt, welche Perspektiven wir haben und welche Öffentlichkeitsarbeit wichtig ist. Wie wir festhalten konnten, werden die Alt-Tori Pferde immer bekannter und haben einen sehr guten Ruf, was sich sowohl durch beständige Nachfrage als auch positive Rückmeldungen der Pferdekäufer sehr deutlich zeigt.

Da meine Ziege Milla mit 16 Jahren und Arthrose wohl nicht mehr lange auf Hargo Talu leben wird, stand ich vor der Entscheidung, ob ich überhaupt noch Ziegen halten wollte - es ist ja doch für meinen Ein-Frau-Betrieb eine zusätzliche Arbeit, natürlich haben auch kleine Tiere ihre Ansprüche und ein Recht auf Lebensqualität. Auf die Anfrage einer Bekannten, die aus Gesundheitsgründen die Ziegenhaltung aufgeben mußte, reagierte ich dann doch recht spontan und so zogen bei der alten Ziege Milla zwei Gefährtinnen ein: eine rehbraune milchgebende Ziege und ein schwarzgeflecktes Gesellschaftsdämchen. Die zwei sind deutlich kleiner und neugieriger als Milla und noch müssen sich alle drei aneinander gewöhnen, laufen nicht frei auf dem Hof herum, aber das ist nur eine Frage der Zeit. Die Entscheidung war jedenfalls richtig: ich habe meinen Spaß an den lebensfrohen Neulingen und die Milch ist einfach nur lecker.
Und schon begannen die Nachtwachen, bei Leni wurde das Euter sichtlich größer, die Rundung ihres Fohlenbauchs schien sich nach hinten zu verschieben und es sollten 19 Nächte folgen, in denen ich nicht durchschlafen konnte. Alle 2 Stunden war ich draußen, in den milden Juninächten durchaus in der Pyjamahose, immer sofort von der ganzen neugierigen Herde erwartet. Am hellviolett blühenden Fliederbusch vorbei, in dem ein unermüdlicher Zaunkönig in erstaunlicher Lautstärke sein Liedchen schmetterte. Es waren trotz meiner Müdigkeit herrliche helle Nächte, in denen der riesige hellgraue Bartkauz lautlos und gespenstisch über die hinteren Koppeln strich, immer wieder die Kraniche riefen, der Duft von Heu und Gras und Frühling in der warmen Luft stand.
Endlich am 8. Juni frühmorgens war es dann soweit - ich kam um 3 Uhr zur Kontrolle und das Fohlen lag unter freiem Himmel im weichen Heu, Mutterstute Leni umkreiste es unruhig, es war ihr erstes Fohlen. Vorsichtig rieb ich das Fell mit einem Heuwickel ab, um die Blutzirkulation anzuregen, unterstützt wurde ich von der besorgten Leni, die mit ihrer riesigen Zunge gleich auch sorgfältig meinen Arm saubermachte. Als das karamellfarbene kleine Stütchen nach einigen Aufstehversuchen sicher auf den wackligen Beinen stand, lotste ich die beiden in den Unterstand. Etwas abgeschirmt von der Herde konnten sich Mutter und Tochter besser aneinander gewöhnen und ich kümmerte mich sofort um das erste Saugen, die erste Milch ist für das Fohlen lebenswichtig. Immer wieder drehte sich Leni nach dem Fohlen um und machte so die Suche nach den Zitzen schwierig, ich mußte sie schließlich anbinden, um das Fohlen zum Euter bringen zu können und nun war ganz schnell die Milchquelle gefunden. Aufmerksam lauschte ich dem lauten Schmatzen und Schlucken, um abschätzen zu können, ob das kleine Tierchen genug Milch bekommen hatte. Ausgiebig trank das winzige Stütchen, immer wieder verlor sie die Zitze und suchte eifrig erneut. Schließlich plumpste sie erschöpft ins Heu und ich konnte die inzwischen viel ruhigere Mutterstute Leni losbinden, sie stellte sich halb über ihren Nachwuchs und döste. Noch einige Male kontrollierte ich, ob das Fohlen selbständig trank und schließlich konnte ich sicher sein, daß wirklich alles in Ordnung ist.
Inzwischen etwas über eine Woche alt, ist aus dem kleinen staksigen Fohlen eine sehr aktive, lebendige und etwas freche junge Dame geworden, die auch schon im Heu herumwühlt aus dem Futtertrog der Mutter stehlen will. Sie entwickelt sich hervorragend und ich bin froh, die vielen halbdurchwachten Nächte hinter mir zu haben. Die Suche nach einem passenden Namen war schnell erfolgreich: Veruschka heißt die kleine Schönheit.
Nun aber warten viele Arbeiten auf mich, die ich wegen der Fohlenwache nicht erledigen konnte, auch wenn ich mich zwischendurch wirklich wunderte, mit wie wenig Schlaf ich auskomme - irgendwann war ich einfach nur noch müde und so blieben hier und da kleinere Dinge liegen, mußten verschoben werden, standen an. So werden wohl die wartenden Zaunpfosten bald in Angriff genommen und alle Koppelzäune erneuert, ein riesiges Unternehmen auf fast 20 Hektar, das schon in den letzten 2 Jahren etappenweise vorangebracht worden war und hoffentlich große Fortschritte machen würde. Jetzt ist die kleine Veruschka da, jetzt kann es losgehen!
Nun stand die Jahreshauptversammlung des Alt-Tori Zuchtverbands an und als erste Vorsitzende hatte ich den Termin sorgfältig vorbereitet. Für mich als Gründerin des Zuchtbuchs und Leiterin des immerhin EU-anerkannten Zuchtverbands eine sehr wichtige Aufgabe, zeigt sie doch, wie gut sich unser Pferdebestand entwickelt, welche Perspektiven wir haben und welche Öffentlichkeitsarbeit wichtig ist. Wie wir festhalten konnten, werden die Alt-Tori Pferde immer bekannter und haben einen sehr guten Ruf, was sich sowohl durch beständige Nachfrage als auch positive Rückmeldungen der Pferdekäufer sehr deutlich zeigt.

Da meine Ziege Milla mit 16 Jahren und Arthrose wohl nicht mehr lange auf Hargo Talu leben wird, stand ich vor der Entscheidung, ob ich überhaupt noch Ziegen halten wollte - es ist ja doch für meinen Ein-Frau-Betrieb eine zusätzliche Arbeit, natürlich haben auch kleine Tiere ihre Ansprüche und ein Recht auf Lebensqualität. Auf die Anfrage einer Bekannten, die aus Gesundheitsgründen die Ziegenhaltung aufgeben mußte, reagierte ich dann doch recht spontan und so zogen bei der alten Ziege Milla zwei Gefährtinnen ein: eine rehbraune milchgebende Ziege und ein schwarzgeflecktes Gesellschaftsdämchen. Die zwei sind deutlich kleiner und neugieriger als Milla und noch müssen sich alle drei aneinander gewöhnen, laufen nicht frei auf dem Hof herum, aber das ist nur eine Frage der Zeit. Die Entscheidung war jedenfalls richtig: ich habe meinen Spaß an den lebensfrohen Neulingen und die Milch ist einfach nur lecker.Und schon begannen die Nachtwachen, bei Leni wurde das Euter sichtlich größer, die Rundung ihres Fohlenbauchs schien sich nach hinten zu verschieben und es sollten 19 Nächte folgen, in denen ich nicht durchschlafen konnte. Alle 2 Stunden war ich draußen, in den milden Juninächten durchaus in der Pyjamahose, immer sofort von der ganzen neugierigen Herde erwartet. Am hellviolett blühenden Fliederbusch vorbei, in dem ein unermüdlicher Zaunkönig in erstaunlicher Lautstärke sein Liedchen schmetterte. Es waren trotz meiner Müdigkeit herrliche helle Nächte, in denen der riesige hellgraue Bartkauz lautlos und gespenstisch über die hinteren Koppeln strich, immer wieder die Kraniche riefen, der Duft von Heu und Gras und Frühling in der warmen Luft stand.
Endlich am 8. Juni frühmorgens war es dann soweit - ich kam um 3 Uhr zur Kontrolle und das Fohlen lag unter freiem Himmel im weichen Heu, Mutterstute Leni umkreiste es unruhig, es war ihr erstes Fohlen. Vorsichtig rieb ich das Fell mit einem Heuwickel ab, um die Blutzirkulation anzuregen, unterstützt wurde ich von der besorgten Leni, die mit ihrer riesigen Zunge gleich auch sorgfältig meinen Arm saubermachte. Als das karamellfarbene kleine Stütchen nach einigen Aufstehversuchen sicher auf den wackligen Beinen stand, lotste ich die beiden in den Unterstand. Etwas abgeschirmt von der Herde konnten sich Mutter und Tochter besser aneinander gewöhnen und ich kümmerte mich sofort um das erste Saugen, die erste Milch ist für das Fohlen lebenswichtig. Immer wieder drehte sich Leni nach dem Fohlen um und machte so die Suche nach den Zitzen schwierig, ich mußte sie schließlich anbinden, um das Fohlen zum Euter bringen zu können und nun war ganz schnell die Milchquelle gefunden. Aufmerksam lauschte ich dem lauten Schmatzen und Schlucken, um abschätzen zu können, ob das kleine Tierchen genug Milch bekommen hatte. Ausgiebig trank das winzige Stütchen, immer wieder verlor sie die Zitze und suchte eifrig erneut. Schließlich plumpste sie erschöpft ins Heu und ich konnte die inzwischen viel ruhigere Mutterstute Leni losbinden, sie stellte sich halb über ihren Nachwuchs und döste. Noch einige Male kontrollierte ich, ob das Fohlen selbständig trank und schließlich konnte ich sicher sein, daß wirklich alles in Ordnung ist.
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| erst einen Tag alt und schon neugierig |
Nun aber warten viele Arbeiten auf mich, die ich wegen der Fohlenwache nicht erledigen konnte, auch wenn ich mich zwischendurch wirklich wunderte, mit wie wenig Schlaf ich auskomme - irgendwann war ich einfach nur noch müde und so blieben hier und da kleinere Dinge liegen, mußten verschoben werden, standen an. So werden wohl die wartenden Zaunpfosten bald in Angriff genommen und alle Koppelzäune erneuert, ein riesiges Unternehmen auf fast 20 Hektar, das schon in den letzten 2 Jahren etappenweise vorangebracht worden war und hoffentlich große Fortschritte machen würde. Jetzt ist die kleine Veruschka da, jetzt kann es losgehen!
Dienstag, 7. Mai 2019
Frühlingsregen und Zwangspause und ein Abschied...
Endlich regnet es und innerhalb weniger Tage wurden die Birken zu hellgrünen Wolken, duftete der Giersch rund ums Haus und ich lege eine kleine Pause ein, um von Hargo Talu zu berichten. Die Pause ist nicht ganz unfreiwillig, aber davon später.
Zuallererst stand die riesige Pferdemesse in Tampere an - mein kleiner knallrosa Stand würde dieses Mal richtig ins Auge stechen, hatte ich doch neue Rückwände bestellt und wollte auch einige neue Ideen umsetzen. Dieses Mal fuhr ich ganz alleine, die sehr plötzliche Absage meiner Helferin, für die ich ja sogar ein Hotelzimmer gebucht hatte, hatte mich doch ziemlich getroffen. Aber vor Ort wartete schon Eeva auf mich, kurz darauf kamen Heli und Leeni und blitzschnell war der bis unters Dach millimetergenau beladene Kleinbus ausgeräumt und der Stand aufgebaut. Mit so motivierten und fröhlichen Helfern war auch die Messe und der zeitweilig unbeschreibliche Andrang leicht zu meistern - und als plötzlich der Besucherstrom abriß, war die Veranstaltung auch schon zu Ende. Ein voller Erfolg für meine kleine Firma!
Zurück in der Waldeinsamkeit und bei den Pferden schöpfte ich wieder Ruhe. Eeva war aus Tampere mitgekommen und ihre ruhige Art und ihre praktische Hilfsbereitschaft halfen beim Einleben. Doch irgendetwas fehlte... Zur Fütterung tauchte Katinka nicht wie gewohnt im Speicher auf, laut schnurrend und maunzend ihr Döschenfutter einfordernd. Irgendetwas an ihrem Fehlen stimmte nicht. Wir suchten und riefen.
Ich mußte daran denken, wie vor fast 4 Jahren mein Hund Pauline vor der Scheune wachte und ein winziges, weghuschendes, abgemagertes Kätzchen gefunden hatte. Sofort brachte ich Katzenfutter und beobachtete mit einigem Abstand, wie hungrig dieses kleine Tierchen alles verschlang. Erst später sollte ich entdecken, daß Katinkas Unterkiefer deutlich verkürzt war und sie wohl ohne Paulines Entdeckung in Kürze verhungert wäre. Sie war sehr scheu, aber schon nach wenigen Tagen wartete sie vor der Scheune, strich um "ihre Pauline", maunzte und schnurrte. Ihr prüfender Blick wurde freundlicher, auch ich wurde irgendwann umschnurrt. Nie wollte sie ins Haus, sie hatte ihre Nester auf dem Heuboden.
Und immer wartete sie im Speicher auf mich... Ich weiß nicht, wie alt Katinka war, als sie auftauchte, aber ich weiß, daß sie ohne Pauline diese Jahre hier auf dem Hof nicht hätte erleben können. Und so hatte sie doch ein schönes Katzenleben mit vielen Mäusen (die sie für mich säuberlich aufreihte) und ihren Freiheiten. Nun ist sie ganz sicher im Tierhimmel und umschnurrt Pauline - dieser Gedanke tröstet mich...
Auf dem Hof machte sich der Vorfrühling bemerkbar, wenn auch das Grün noch auf sich warten ließ, kamen herrliche sonnige Tage, die Hühner konnten nun nach draußen und genossen erste Staubbäder und winziges frisches Grün, die Pferde standen träge blinzelnd in der Wärme und das wollige Fohlen wurde selbständiger, entfernte sich von Mutter Heliade, ärgerte Leni - und endlich war der richtige Name gefunden: Lesja. Ein Souvenir meiner letztjährigen Ukraine-Reise, die Dichterin Lesja Ukrainka hatte in der kleinen Stadt gelebt, in der ich übernachtete.
Und wenn alles läuft, erste Pläne geschmiedet werden, Arbeiten vorbereitet und geplant, dann spuckt einem das Leben in die Suppe. Ein nächtlicher Unfall, ein scheuender Hengst, ich unter den Hufen, nicht fähig aufzustehen, zitternd, nach Luft ringend... und mußte doch zum Wasserhahn, das Wasser lief noch... irgendwie kam ich an, irgendwie brachte ich die Eimer in den Speicher, irgendwie schaffte ich es ins Haus. Die Knochen waren ganz geblieben, die eine Rippe stach, ich kühlte das rechte Bein, konnte selbst kaum hinsehen. Der Schock half mir, Schlaf zu finden. Mir war klar, daß mir nun schwierige Wochen bevorstehen würden. Die Schmerzen waren auszuhalten, ich war zwar ständig müde, das Gehen ging aber mit jedem Tag besser und ich staune, wie ich die Pferde trotzdem so gut versorgen konnte. Natürlich wird die Heilung noch längere Zeit in Anspruch nehmen, aber diese Zwangspause ist nicht nur schrecklich und schlimm. Man schätzt seine Gesundheit, seine Unversehrtheit mit einer anderen Dankbarkeit und mir hilft immer, eisern vorwärts zu schauen. Wenn in 3 Wochen Lenis erstes Fohlen kommt, bin ich ganz sicher wieder richtig gut zu Fuß.
Zuallererst stand die riesige Pferdemesse in Tampere an - mein kleiner knallrosa Stand würde dieses Mal richtig ins Auge stechen, hatte ich doch neue Rückwände bestellt und wollte auch einige neue Ideen umsetzen. Dieses Mal fuhr ich ganz alleine, die sehr plötzliche Absage meiner Helferin, für die ich ja sogar ein Hotelzimmer gebucht hatte, hatte mich doch ziemlich getroffen. Aber vor Ort wartete schon Eeva auf mich, kurz darauf kamen Heli und Leeni und blitzschnell war der bis unters Dach millimetergenau beladene Kleinbus ausgeräumt und der Stand aufgebaut. Mit so motivierten und fröhlichen Helfern war auch die Messe und der zeitweilig unbeschreibliche Andrang leicht zu meistern - und als plötzlich der Besucherstrom abriß, war die Veranstaltung auch schon zu Ende. Ein voller Erfolg für meine kleine Firma!
Zurück in der Waldeinsamkeit und bei den Pferden schöpfte ich wieder Ruhe. Eeva war aus Tampere mitgekommen und ihre ruhige Art und ihre praktische Hilfsbereitschaft halfen beim Einleben. Doch irgendetwas fehlte... Zur Fütterung tauchte Katinka nicht wie gewohnt im Speicher auf, laut schnurrend und maunzend ihr Döschenfutter einfordernd. Irgendetwas an ihrem Fehlen stimmte nicht. Wir suchten und riefen.
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| Katinka 2015 - ein winziges Kätzchen |
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| Katinka an der Speichertüre |
Und immer wartete sie im Speicher auf mich... Ich weiß nicht, wie alt Katinka war, als sie auftauchte, aber ich weiß, daß sie ohne Pauline diese Jahre hier auf dem Hof nicht hätte erleben können. Und so hatte sie doch ein schönes Katzenleben mit vielen Mäusen (die sie für mich säuberlich aufreihte) und ihren Freiheiten. Nun ist sie ganz sicher im Tierhimmel und umschnurrt Pauline - dieser Gedanke tröstet mich...
Auf dem Hof machte sich der Vorfrühling bemerkbar, wenn auch das Grün noch auf sich warten ließ, kamen herrliche sonnige Tage, die Hühner konnten nun nach draußen und genossen erste Staubbäder und winziges frisches Grün, die Pferde standen träge blinzelnd in der Wärme und das wollige Fohlen wurde selbständiger, entfernte sich von Mutter Heliade, ärgerte Leni - und endlich war der richtige Name gefunden: Lesja. Ein Souvenir meiner letztjährigen Ukraine-Reise, die Dichterin Lesja Ukrainka hatte in der kleinen Stadt gelebt, in der ich übernachtete.Freitag, 29. März 2019
Winter und Kälte - und das erste Fohlen!
Zur Abendfütterung zwei Tage später blieb Heliade aus. Mir war sofort klar, was zu tun sein würde, schnellstens fütterte ich den Rest der Herde, sperrte sie in den Unterstand und rannte zum Heuplatz. Die Vorderbeinchen waren schon da, alles sah gut aus, also zog ich mich wieder zurück, viele Pferde möchten bei der Geburt nicht beobachtet oder gar gestört werden und bisher waren Heliades Geburten immer sehr gut verlaufen. Ich fütterte und tränkte weiter, bei der nächsten Kontrolle lag das Fohlen schon im Heu und ich entfernte vorsichtig die Eihäute. Ein gar nicht so kleines Füchschen mit breiter Blesse. Wieder ließ ich Mutter und Fohlen alleine, rief den Tierarzt an. Sicher ist sicher.
Nun schien alles ganz schnell zu gehen, das Fohlen war noch nicht einmal eine halbe Stunde alt und stand bereits auf, erste wacklige Schritte, eine besorgte Mutter, die es ableckte. Bei minus 3 Grad und kaltem Wind hätte ich mir die Geburt natürlich im Unterstand gewünscht, aber meine Erfahrung zeigt, daß auf meinem Hof fast alle Fohlen unter freiem Himmel geboren wurden. Nun, der Tierarzt würde schon helfen, die zwei in den Unterstand zu manövrieren - und da stand er auch schon, strahlend und staunend und gratulierte zum großen, kräftigen Stutfohlen. Und prompt wurde er gebraucht: Heliade war nervös, weil das Fohlen die Zitze nicht schnell genug fand, wandte sich dem Fohlen zu - und natürlich verschwand damit das Euter vor der kleinen rosigen Fohlennase. Der Tierarzt stemmte sich also gegen das Hinterbein der Mutterstute - ich schob das neugeborene Stütchen unter den Bauch und schon wurde laut schmatzend die erste Milch getrunken, so schnell hatte noch selten ein Fohlen das Euter gefunden.
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| geboren am 06.03.2019 - Mutter Heliade / Vater Lancelot |
Jetzt aber wurde es schwierig: wir mußten den Rest der Herde aus dem Unterstand und Mutterstute und Fohlen hinein lotsen - ausgerechnet Leni stellte sich quer und wurde vom Tierarzt ordentlich ausgeschimpft. Sie hatte vor 3 Jahren schon einmal "Tante" für Heliades Fohlen Linus gespielt und hatte diese Rolle gerne übernommen. Dazu war es allerdings noch deutlich zu früh. Kaum im Unterstand rubbelten und rieben wir das Fohlen mit Handtüchern und Stroh ab, es war einfach sehr kalt und der Energieverlust bei so kleinen neugeborenen Tierchen ist nicht zu unterschätzen. Aber die Kleine wußte viel besser, was Kraft spendet: schon trank sie wieder warme Muttermilch und nun beruhigte sich auch Heliade. Kälte oder nicht: halbstündlich besuchte ich die beiden, bis ich ganz sicher war, sie über Nacht alleine lassen zu können. Die Erkältung versuchte ich, mit heißem Tee einzuschüchtern, das Fohlen ging natürlich vor.
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| erster Ausflug nach draußen |
Am nächsten Morgen sah die Welt schon wieder anders aus: ein im Unterstand hüpfendes Fohlen, das aber auch sofort an mir interessiert war, eine völlig beruhigte Mutterstute, die sich loben und streicheln ließ. Noch wenige Tage würden sie von der Herde getrennt bleiben, da das Wetter nun wirklich keine Rangkämpfe um den Unterstand zuließ: es goß in Strömen und ich wollte sicher sein, daß die Kleine jederzeit ein Dach über dem Kopf haben würde, wenn es nötig wäre.
Die Krankheit hielt mich noch einige Tage von Höhenflügen ab, dann aber wurde gepackt. Die Pferdemesse in Helsinki stand an und so einiges hielt mich dann doch in Atem. Der per Vorkasse bezahlte Transporter stand auf einmal doch nicht zur Verfügung, die eine Helferin sagte ab, das Packen ging bei weitem nicht so schnell, wie ich es mir gewünscht hätte. Aber am Ende ist alles gut - und wenn es nicht gut ist, ist es nicht das Ende. So war es dann auch.
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| Helsinki Horse Fair 2019 - der Verkaufsstand war wunderschön und ein voller Erfolg |
Auf dem Heimweg allerdings spürte ich, welchen Preis ich dafür entrichten würde - die Fohlengeburt mit ihren 5 Stunden bei minus 3 Grad, die immer noch nicht ausgeheilte Erkältung... mehr als eine Woche lang lag ich flach. Alle verfügbaren Hausmittelchen wurden angewendet vom heißen Bad über Inhalieren bis zum Fettwickel, dazu dann literweise ungesüßter Tee. Ich hoffe, dieses Mal mit mehr Erfolg.
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| die ersten Stare sind da! |
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| .... und wieder eine heimatlose Katze |
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| nun schon 3 Wochen alt, ein Kuscheltier |
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